Schwestern

Schwestern

8+

von Theo Fransz (*1958)

Übernahme vom Jungen Staatstheater Wiesbaden

Zus: Was würdest du gern machen?
Mathilde: Ich will schlafen…
Zus: Wenn du schlafen willst, gehe ich.
Mathilde: Ich will nicht, dass du weggehst.
Zus: Dann darfst du auch nicht einschlafen.
Mathilde: Ich bin aber hundemüde.
Zus: Nur noch diese eine Nacht.
Mathilde: Eine Nacht.
Zus: Bis zum Sonnenaufgang.
Mathilde: Und dann…
Zus: Ist die letzte Nacht vorbei.
Mathilde: Nur noch so lange?
Zus: Ja.
Mathilde: Ich will nicht, dass es vorbei ist.
Zus: Ich auch nicht.

Eine letzte Nacht noch bleibt Mathilde, um von ihrer kleinen Schwester Zus Abschied zu nehmen. Denn Zus muss fort und Mathilde wird das nicht ändern können.

Der unvermeidlichen Trennung begegnen die beiden auf ihre Weise, voller Warmherzigkeit und Liebe, indem sie miteinander spielen, streiten und gemeinsam Geschichten erfinden, die nicht zuletzt die Frage berühren: Wie kann Mathilde einen Weg finden, auch ohne Zus in ihrem Leben wieder glücklich zu werden?

Der niederländische Autor Theo Fransz setzt in seinem behutsamen Drama im Wechselspiel zwischen Tragik und Komik dem Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen die Kraft der Erinnerung entgegen.

Autor

Theo Fransz, 1958 in Vleuten/Holland geboren, begann nach dem vorzeitigen Abbruch seines Studiums eine Theaterlaufbahn als Schauspieler. 1984 gründete er gemeinsam mit dem Komponisten Jan-Willem van Kruyssen das MUZtheater, das Fransz bis 2001 als Schauspieler, Regisseur und Autor künstlerisch leitete. Seither schreibt und arbeitet er als freier Regisseur und inszeniert zunehmend auch im deutschsprachigen Raum, u.a. am Carrousseltheater (heute: Theater an der Parkaue) in Berlin und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Seine Arbeiten bestechen dabei stets und insbesondere durch ein hohes Maß an Poesie, Humor und Vitalität.


Premiere 08.10.2010

Regie

Oda Zuschneid


Bühne

Lars Herzig, Leopold Volland


Kostüme

Jelena Miletić


Dramaturgie

Eva Bormann, Miriam Kaufmann



Besetzung

Annette Müller, Gergana Muskalla


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